Wie wäre es, wenn du beim Fahren auf deinem Fahrrad automatisch deine Fitness überwachen und analysieren könntest? Schließlich nutzen viele Besitzer ihr Fahrrad nicht nur als Freizeitgerät, sondern auch zum Trainieren der körperlichen Fitness. Wäre es da nicht klasse, die wichtigsten Daten auf ein Gerät geliefert zu bekommen?

Diese Möglichkeit besteht – mit einem Powermeter!

Was ist ein Powermeter?

Ein Powermeter – auch Fahrrad-Leistungsmesser genannt – ist ein Gerät an einem Fahrrad, das die Leistung des Fahrers misst.

Die meisten Powermeter verwenden sogenannte Dehnungsmessstreifen, um das aufgebrachte Drehmoment zu messen und in Kombination mit der Winkelgeschwindigkeit die Leistung zu berechnen. Dazu muss eine Verbindung mit den Fahrrad-Pedalen bzw. einem Antriebselement geschaffen werden.

Die Technologie wurde in den späten 1980er-Jahren entwickelt und zunächst im professionellen Radrennsport getestet, z. B. in Form des Prototyps „Power Pacer“ beim Team Strawberry (der Link führt zu einem englischen Wikipedia-Eintrag) und des SRM-Geräts von Greg LeMond.

Von dort aus fanden die Geräte Einzug in den Einzelhandel und konnten fortan auch für gewöhnliche Fahrräder eingesetzt werden.

Signalübertragung & Schnittstellen

Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, Leistungsdaten vom Fahrrad beim Fahren zu messen und weiterzuleiten:

  • Messung am Kurbelarm: Die Leistungsmessung erfolgt bei Powermetern dieses Typs über Dehnmessstreifen im oder am Kurbelarm.
  • Messung im Spider: Die Messung der Daten im Spider (=Befestigungsstern bei der Tretkurbel)  ist eine Entwicklung des Pioniers der Leistungsmessung, nämlich SRM (Schoberer Rad Messtechnik). Die Methode gilt als technisch ausgereift und zuverlässig. Es wird zunächst die gesamte Kraft gemessen. Anhand der Kurbelstellung kann eine Verteilung von Links-/Rechtskräften vorgenommen werden.
  • Messung an der Kurbelachse: Dieses System ist etwas ins Hintertreffen geraten, da nur die Kraft auf der linken Seite gemessen werden kann. Das System verdoppelt dann schlicht den Wert, was jedoch recht ungenau ist.
  • Messung in den Pedalen: Inzwischen eine sehr beliebte Methode mit vielen Vorteilen. In den Fahrrad-Pedalen sind Wattmesser integriert, welche die Werte ermitteln und dann an einen am Pedal verbauten Sender weiterleiten. Dieser kann das Signal dann an das Powermeter schicken. Aufgrund dieser Technologie spricht man hier auch von „Wattmesser Pedalen“ bzw. von einer „Pedale-Wattmessung“.

Es gibt noch weitere Systeme zu Leistungsmessung, die ich hier der Vollständigkeit halber erwähnen möchte, zum Beispiel per Messung an der Hinterradnabe, über einen Körpergurt oder durch die Schuhe.

Ältere Powermeter verwenden eine Reihe von Drähten, um die Leistungsinformationen an einen am Fahrrad montierten Computer zu übertragen. Dieses System hat den gravierenden Nachteil, dass entsprechende Kabel über das ganze Fahrrad verlegt werden müssen, was die Reinigung erschwert und außerdem eine ganze Reihe von Befestigungselementen benötigt, um alles an seinem Platz zu halten.

Moderne Powermeter übertragen die Daten nach der Pedal-Wattmessung in der Regel drahtlos über ANT+ oder Bluetooth Low Energy-Protokolle und können mit handelsüblichen Fahrradcomputern gekoppelt werden.

Durch die unmittelbare Rückmeldung und die Möglichkeit einer genaueren Analyse der Fahrten, können Powermeter-Pedale auch für dich ein sehr nützliches Werkzeug für die Trainingsanalyse sein.

Die optimale Lösung mit Powermeter-Pedalen

Pedalbasierte Leistungsmesser können sich entweder in der Pedalachse oder im Pedalkörper befinden – an dieser Stelle darf ich auf den Beitrag über den Aufbau von Fahrrad-Pedalen verweisen.

Diese Art von Fahrrad-Leistungsmessern misst die Kraft des Radfahrers genau dort, wo sie aufgebracht wird, durch ein oder beide Pedale.

Leistungsmesser mit Sensoren an beiden Pedalen können eine echte beidseitige Leistungsmessung liefern, d. h. Leistungsdaten, die individuell an beiden Beinen erfasst werden. Diese Funktion ist nützlich, um Leistungsunterschiede zwischen den Beinen zu erkennen und anschließend korrigieren zu können.

Powermeter-Pedale sind recht genau in ihren Ergebnissen, einfach zu installieren und zwischen Fahrrädern rasch zu wechseln – im Artikel „In 3 einfachen Schritten Fahrrad-Pedale wechseln“ zeige ich dir, wie das schnell geht.

Es ist problemlos möglich, sie an fast jedem Fahrrad zu verwenden. Bei den meisten Pedal-Modellen hast du die Wahl zwischen ein- und zweiseitigen Versionen. Einseitige Pedale besitzen einen Sensor in einem Pedal (normalerweise dem linken) und messen damit die Kraft von einem Bein.

Beidseitige Powermeter-Pedale haben einen Sensor sowohl im linken als auch im rechten Pedal und messen so die Gesamtleistung. Diese doppelseitigen Versionen kosten zwar mehr, sind aber wesentlich genauer.

Die besten Powermeter-Pedale

Favero Assioma

Die Favero Assioma zählen zu den verhältnismäßig günstigen Pedalen mit Leistungsmesser. Die Messung erfolgt an der Pedalachse.

Die Assioma-Powermeter-Elektronik ist komplett verkapselt und somit absolut wasserdicht. Ein großer Vorteil ist das geringe Gewicht von nur rund 300 Gramm pro Paar. Die Favero Assioma Powermeter-Pedale gibt es als einseitiges (Favero Assioma UNO Powermeter-Pedale) oder beidseitiges (Favero Assioma DUO* Power Meter) System.

Hier erfährst du mehr über den Hersteller Favero!

SRM / LOOK

Die SRM/LOOK EXAKT Powermeter-Pedale* gibt es als Single- oder Dual-Version.

Letztere messen die Kraft beidseitig und ermöglichen so ein noch genaueres Ergebnis. Sie sind etwas aufwändiger zu installieren und zu konfigurieren. Zur Montage wird ein spezielles Werkzeug (mitgeliefert) verwendet, außerdem steht eine App zur Verfügung, mit der die Installationswinkel manuell eingestellt werden können.

Falls du mehr über den Hersteller wissen möchtest, kann ich dir meinen Beitrag über LOOK empfehlen.

Garmin Powermeter Vector

Die Vector Powermeter-Pedale von Garmin sind quasi die Pioniere unter den pedalbasierten Leistungsmessersystemen.

Die Messgenauigkeit in Verbindung mit einem Powermeter Garmin Vector System liegt auf einer Höhe mit den bewährten kurbelbasierten Systemen. In jedem Pedal sitzt ein eigener Sensor, so ergeben sich besonders genaue Messdaten.

Neben der neuesten Version Garmin Vector 3* gibt es noch das günstigere Modell Garmin Vector 3S*, bei dem die Leistungsmessung nur auf der linken Seite stattfindet.

Worauf beim Kauf von Powermeter-Pedalen zu achten ist

Einer der Hauptvorteile bei Powermeter-Pedalen besteht darin, dass du sie einfach montieren und bei Bedarf zum nächsten Fahrrad mitnehmen kannst.

Doch Vorsicht: Das gewählte Pedal muss natürlich auch zum Radtyp, der vorhandenen Ausstattung und zu deinen Anforderungen passen.

So benötigst du für unterschiedliche Fahrradtypen jeweils das passende Wattmesser-Pedal, z. B. Powermeter-Pedale für MTB, Wattmess-Pedale für’s Rennrad bzw. Powermeter-Rennrad-Pedale usw.

Zudem kann es sein, dass gängige Powermeter-Pedale nicht mit vorhandenen Systemen kompatibel sind.

Weitere Systeme für die Wattmessung per Pedal, deren detaillierte Vorstellung hier den Rahmen sprengen würde, sind zum Beispiel bePRO Powermeter-Pedale, Polar Wattmesser-Pedale oder LOOK Keo Powermeter-Pedale.

Pedaleigenschaften:

  • Klickpedale mit Leistungsmesser
  • High-End-Produkt
  • hohes Preisniveau
Favero Assioma UNO*
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