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Die 10 teuersten Fahrrad-Pedale

Gerade bin ich selbst dabei, nach neuen Fahrrad-Pedalen für mein Rennrad zu suchen. Durch die Recherchen, die ich bereits für die Erstellung dieser Webseite getätigt habe, habe ich bereits genaue Vorstellungen darüber, welche Anforderungen die Pedale für mich erfüllen sollen. 

Beim Durchklicken der Angebote auf Amazon – ich kaufe beinahe alles, was ein wenig mehr kostet dort, da Amazon meiner Meinung nach sehr kundenorientiert arbeitet – habe ich mir den Spaß erlaubt, und die Sortierung des Preises auf absteigend eingestellt. 

Was ich dort für Preise entdeckt habe, möchte ich dir nicht vorenthalten. Ich möchte nur noch erwähnen, dass sich die Platzierungen im Laufe der Zeit aufgrund von Preisänderungen verändern können – ich komme leider nicht dazu, diese in engen Zeitabschnitten zu aktualisieren, tue aber mein Bestes.

Die teuersten Fahrrad-Pedale stammen – wie sollte es anders sein – von den großen Herstellern LOOK, Time, Garmin und SpeedPlay. Den Vogel schießt aber definitiv LOOK mit seinem „Angebot“ ab. Diese Pedale, welche definitiv und mit Abstand die teuersten Fahrrad-Pedale auf Amazon sind, kosten ein durchschnittliches deutsches Netto-Monatseinkommen! Aber auch die anderen Hersteller lassen sich ihre High-End-Pedale durchaus etwas kosten.

Die Preise der teuersten Fahrrad-Pedale

Natürlich sind die Preise stets nur eine Momentaufnahme und können sich jederzeit ändern. Einerseits, wenn zum Beispiel das Modell nicht mehr das aktuellste ist oder es sich dabei um einen einfachen Preisfehler im Amazon-System handelt. Dennoch ist es recht lustig und interessant zu sehen, welche Preise für Fahrrad-Pedale ausgerufen werden. 

Nun will ich aber nicht weiter um den heißen Brei herum schreiben und dir Platz 10 der teuersten Fahrrad-Pedale vorstellen.

Platz 10: SpeedPlay Zero Nanogram Titan

SpeedPlay ist ein US-amerikanisches Unternehmen, welches seit vielen Jahren Fahrrad-Pedale sowohl für den Profibereich als auch die Hobbyathleten herstellt und vertreibt. Die Produktpalette ist relativ groß. So bietet dieser Hersteller 12 verschiedene Modelle mit klingenden Namen wie beispielsweise Frog, Brass Knuckles oder Ultra Light Action an.

Neben dem Preis ist vor allem das Gewicht der SpeedPlay Zero Nanogram Titan erstaunlich. Ein Pedal wiegt gerade einmal 65 Gramm! 

Zum Vergleich: gewöhnliche Klickpedale wiegen pro Pedal etwa 100-200 Gramm. Hier merkt man unter anderem auch am verwendeten Material (Titan), an wen sich dieses Angebot, sofern man bei diesem Preis von einem solchen sprechen kann, richtet: an Profis und Fanatiker, die das Gewicht ihres Fahrrades so gering wie möglich halten wollen

Preis der SpeedPlay Zero Nanogram Titan: ~ 495€

Platz 9: SpeedPlay Zero Pavé Titan

Auf Platz 9 der teuersten Fahrrad-Pedale befindet sich wieder ein Modell des Herstellers SpeedPlay. Die SpeedPlay Zero Pavé Titan, welche ebenso aus Titan bestehen, sind nicht nur preislich, sondern auch optisch eine Besonderheit.

Normalerweise haben Klickpedale diese charakteristische Optik, woran weiters sofort zu erkennen ist, um welches System – SPD, SPD SL, Look usw. – es sich handelt. Vermutlich wollte und musste der Hersteller eine neue Optik schaffen, um einen Wiedererkennungswert zu schaffen. Diese Pedale sind optisch definitiv anders als die anderen.

Viele Menschen haben Knieprobleme oder fangen erst deshalb mit dem Fahrradfahren an. Dieses Modell erlaubt es, den Q-Winkel anzupassen. Dieser entscheidet darüber, wie weit die Knie nach außen bzw. innen gedreht werden.

Das Gewicht dieser Fahrrad-Pedale beträgt zusammen rund 190 Gramm, was um ein Drittel mehr ist als die Pedale auf Platz 10.

Preis der SpeedPlay Zero Pavé Titan: ~ 505€

Platz 8: Garmin Vector S

Platz 8 der teuersten Fahrrad-Pedale nimmt Garmin ein. Das Modell Vector S ist die einzige Vetreterin des Herstellers Garmin im TOP 10 Ranking der teuersten Fahrrad-Pedale.

Garmin hat eine Unternehmensgröße von über 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ist generell spezialisiert auf GPS-basierte Geräte. Auf dem Fahrrad-Pedal-Markt sind sie relativ neu und verbinden mit dem Garmin Vector S – und allen Nachfolgermodellen – Technik mit Funktionalität.

Mithilfe des Garmin Vector S kann das Training noch genauer analysiert und dadurch angepasst werden. Im Pedal befindet sich ein Wattmesser mit dem im Nachgang über eine App bzw. ein Online-Tool die geleisteten Watt nachgesehen werden. Dadurch kann nachvollzogen werden, wo es noch besonderen Trainings- und Nachholbedarf gibt.

Das Gewicht dieser Klickpedale beträgt pro Pedal rund 150 Gramm. Dass hier das Gewicht höher ausfällt scheint einleuchtend, da, zumindest in einem Pedal, entsprechende Sensoren und eine Batterie verbaut sind.

Preis der Garmin Vector S: ~ 570€

Platz 7: SpeedPlay Zero Nanogram Carbon

SpeedPlay – schon wieder? Jap.

Das Modell Zero Nanogram Carbon unterscheidet sich, wie die Produktbezeichnung bereits erahnen lässt, in den verwendeten Materialien, nämlich Carbon statt Titan.

Carbon hat, aufgrund der Struktur den Vorteil, relativ widerstandsfähig zu sein. Wird allerdings die Belastungsgrenze überschritten kann es leicht zu irreversiblen Schäden des Carbons kommen.   

Der Hersteller wirbt damit, dass dieses Modell rund 25% leichter ist als jenes aus Titan. Das bedeutet, dass diese unter 100 Gramm pro Paar (!) wiegen. Bei den Lagern wird – für alle Freaks interessant – statt Industrielagern auf Keramiklager gesetzt. 

Die leichte Bauweise des SpeedPlay Zero Nanogram aus Carbon setzt allerdings voraus, dass die Radfahrerin bzw. der Radfahrer nicht mehr als 85 kg wiegen darf – das gibt der Hersteller als maximale Belastbarkeit an. Dabei frage ich mich allerdings, wie widerstandsfähig diese Klickpedale in einem Vollsprint eines 85 kg Schweren sind. Vermutlich ist aber genau das der Grund der „Gewichtsbeschränkung“. 

Preis der SpeedPlay Zero Nanogram Carbon: ~ 600€

Platz 6: LOOK Kéo Classic

Dieses Modell von LOOK – nämlich Kéo Classic – ist nicht wirklich bekannt dafür, besonders teuer zu sein. Wie ich bereits eingangs erwähnt habe, kommen die Preise für die einzelnen Fahrrad-Pedale nicht nur bewusst zustande, sondern sind ab und zu einfach nur Resulat eines Preisfehlers.

Die LOOK Kéo Classic, mit einem Gewicht von rund 175 Gramm pro Pedal, kosten normalerweise um die 50 Euro. In diesem Fall ist es ein wenig mehr (*räusper*).

LOOK ist ein französisches Unternehmen und hat seine Wurzeln überall, nur nicht im Radsport. Das Unternehmen wurde 1951 gegründet und war zunächst Hersteller von Skiausrüstungen. Dennoch hat LOOK den Fahrrad-Pedal-Markt revolutioniert.

1984 hat das Unternehmen die sogenannten pédales automatiques auf den Markt gebracht – die Erfindung der modernen Klickpedale! Bereits ein Jahr später hat Bernard Hinault damit die Tour de France gewonnen, das prestigeträchtigste Rennradrennen der Welt.

Wie bereits erwähnt, handelt es sich in diesem Fall tatsächlich um einen Preisfehler, der wohl früher oder später wieder behoben wird – trotzdem lustig zu sehen. Komischerweise gibt es keinerlei Rezensionen zu diesem Schnäppchen…

Preis der LOOK Kéo Classic: ~ 765€

Platz 5: XLC Junior Resin

Am 5. Platz des Rankings der teuersten Fahrrad-Pedale am Markt befinden sich die Junior Resin der – vor allem im Hobbysport – bekannten Marke XLC.

Bei diesem Pedalsystem handelt es sich zum ersten Mal in dieser Hitliste nicht um Klickpedale, sondern um gewöhnliche Plattform-Pedale. Da ich bezüglich der einzelnen Pedalsysteme sehr genau bin, kann ich es mir nicht verkneifen darauf hinzuweisen, dass es sich bei diesen Fahrrad-Pedalen um Kinderpedale handelt

Kinderpedale unterscheiden sich von Erwachsenen-Pedale in der Regel in drei Dingen:

  1. die Ablagefläche ist bedeutend kleiner, 
  2. das Gewinde hat meist nicht 9/16 Zoll, sondern 1/2 Zoll und
  3. die Qualität der Pedale ist generell minderwertiger.
In einem älteren Beitrag habe ich übrigens bereits ein wenig über die verschiedenen Fahrrad-Pedal-Gewinde geschrieben und gezeigt, worauf man achten sollte. Daher empfehle ich dir, diesen Artikel zu lesen, damit du beim Kauf einer Kinderpedals nichts falsch machen kannst.
 

Nun aber wieder zurück zu den weniger als 250 Gramm schweren XLC Junior Resin. Der Preis macht einen stutzig und scheint nicht nur nicht gerechtfertigt zu sein, er ist es auch nicht. 

Auch in diesem Fall handelt es sich um Fahrrad-Pedale die ansonsten rund 50 Euro kosten. Hallo, Preisfehler!

Preis der XLC Junior Resin: ~ 875€

Platz 4: PowerTap P1 Powermeter (2019)

Wir nähern uns der TOP 3, davor aber noch zum 4. Platz, welcher es nicht nur preislich wortwörtlich in sich hat.

Was die PowerTap P1 Powermeter Klickpedale unter anderem auszeichnet, ist die Tatsache, dass diese unmittelbar über Bluetooth oder ANT+ mit dem Fahrradcomputer oder dem Smartphone gekoppelt werden können. Ähnlich wie die Garmin Vector S Pedale (Platz 8), sind in den Pedalen Sensoren montiert, die dabei helfen, das Radtraining gezielt und sehr genau auswerten zu können.

Im recht üppigen Preis sind die Cleats – das sind die Pedalplatten, die an den Fahrrad-Schuhen montiert werden, damit man sich im Klickpedal „einhaken“ kann – und sogar passende Batterien enthalten. Das schlägt sich auch ein wenig im Gewicht nieder: beide Pedale zusammen wiegen knapp 400 Gramm.

Will man die Fahrrad-Pedale wechseln, reicht ein gewöhnlicher Sechskantschlüssel, wobei ich bei dem Preis wohl doch lieber die Montage durch einen Fachmann bevorzugen würde, aus.

Falls du glaubst, beim nachfolgenden Preis handelt es sich um einen Preisfehler, muss ich dich enttäuschen – er ist tatsächlich richtig. Aufgrund der Technologie ist der Preis, je nach Anwendungsbereich, wohl zu rechtfertigen

Preis der PowerTap P1 Powermeter (2019): ~ 1.290€

Platz 3: Time XPresso 4

Die Bronze-Medaille für die teuersten Fahrrad-Pedale geht an die Firma Time mit dem Modell XPresso 4.

Time ist neben LOOK, Shimano und SpeedPlay einer der bekanntesten Fahrrad-Pedal-Hersteller – vor allem für Klickpedale.

Das Modell XPresso besteht aus mehreren Serien. So handelt es sich bei den Time XPresso 2 um ein klassisches Einsteigermodell. Die Time XPresso 15 hingegen sind absolutes „Profiwerkzeug“

Dieses Modell bietet ebenso die Möglichkeit den Q-Faktor anzupassen. Das ist vor allem, wie bereits erwähnt, für Menschen mit Knieproblemen äußerst wichtig.

Das Gewicht pro Pedal beträgt rund 112 Gramm, was unter anderem der Bauweise – teilweise mit Carbon – zu verdanken ist. Sie werden außerdem mit den passenden Cleats ausgeliefert, um damit auch die Fahrrad-Pedale nutzen zu können.

Viele kennen das Problem, dass man überhaupt typische Rennrad-Klickpedale mit einem Shimano SPD-, LOOK-Kéo- oder Time-System mit gewöhnlichen Straßenschuhen einfach nicht sicher verwenden kann. In einem Beitrag über Pedalaufsätze für Klickpedale habe ich über dieses Problem geschrieben und einige Möglichkeiten der sicheren Verwendung trotz Freizeitschuhen aufgezeigt.

Jedenfalls, vielleicht hast du es bereits zu Beginn dieses Absatzes bemerkt, sind die Time XPresso 4 Pedale keine wirklichen Profi-Pedale, was den Preis rechtfertigen könnte bzw. würde. Jap, du hast es erfasst: Preisfehler!

Preis der Time XPresso 4: ~ 1.300€

Platz 2: Polar LOOK Kéo Power

Der 2. Platz der teuersten Fahrrad-Pedale auf Amazon geht deutlich an die Polar LOOK Kéo Power Pedale. Dieses Modell stellte LOOK in Kooperation mit Polar her – im Ausdauersport eine der Marken schlechthin!

Wie die Garmin Vector S (Platz 7) und die PowerTap P1 Powermeter (Platz 4), sind auch in den Polar LOOK Kéo Sensoren verbaut, die die Klickpedale zu außergewöhnlichen und hoch technisierten macht.

Die Montage dieser Fahrrad-Pedale verläuft genau so einfach, wie jene von anderen gängigen Fahrrad-Pedalen. Man benötigt nur etwas Geduld und das richtige Werkzeug.

Das Gewicht von rund 385 Gramm für beide Pedale ist relativ gering, bedenkt man, dass sich sowohl Sensoren als auch Batterien in den Pedalen befinden.

Preis der Polar LOOK Kéo Power: ~ 1.315€

Platz 1: Polar LOOK Kéo Power mit CS600X

Platz 1 geht absolut „verdient“ an die LOOK Kéo Power Pedale inklusive einer Polar CS600X Raduhr.

Okay, ich gebe es zu, dass Platz 1 kein „reines“ Pedal ist. Allerdings bietet dieses Paket ein in sich geschlossenes System, wo man nur mehr noch die Fahrrad-Pedale montieren, die Cleats an den Fahrrad-Schuhen anbringen und das Biketacho am Lenker fixieren muss.

Ich wage es zu bezweifeln, dass sich ein Hobbyathlet solche Pedale kaufen würde, soweit Geld nur irgendeine Rolle spielt. Falls du aber doch überlegst, diese Pedale zu kaufen, habe ich einen Tipp für dich: kauf dir die Pedale von Platz 2 und eine andere Fahrraduhr – damit kannst du einige Hundert Euro sparen…

Preis der Polar LOOK Kéo Power mit CS600X: ~ 2.000€

Fazit

Wie bereits mehrfach angemerkt, handelt es sich bei dieser Auflistung großteils um Preisfehler, weshalb der Beitrag überwiegend einen unterhaltsamen Charakter hat. Dennoch sind ein paar Fahrrad-Pedale dabei, die tatsächlich regulär weit über 700€ kosten.

Wie viel ist dir ein Fahrrad-Pedal wert und worauf achtest du im Speziellen? 

rennrad rennen mann
Alex
Nach einer schweren Knieverletzung habe ich die Begeisterung für den Rennradsport für mich entdeckt. In der Jugend habe ich an unzähligen Rennen im In- und Ausland teilgenommen. Das richtige Equipment war mir schon immer wichtig. weshalb ich mich schon lange damit beschäftige.

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